Rassismus

Rassismus verstehen wir als ein Machtverhältnis, dass überall in unserer Gesellschaft zu finden ist.
Rassistische Diskriminierungen finden in alltäglichen Zusammentreffen statt, Institutionen haben rassistische Funktionsweisen und unserer Wissen und mediale Darstellungen sind ebenso davon geprägt.

Gleichzeitig gibt es eine lange Geschichte von Menschen, die diese Strukturen analysieren und gegen die Auswirkungen kämpfen. 
Dieses Wissen von Schwarzen Menschen/People of Color, Menschen mit Migrationbiografien und Migrantischen Selbstorganisationen (MSO) ist eine wichtige Grundlage für das Verstehen von Rassismen und Erarbeiten von Handlungsmöglichkeiten

Die Seminardauer beträgt 1-3 Tage.
Je nach länge unserer Seminare vertiefen wir dieses Verstehen von Rassismen und das Erarbeiten von Handlungsmöglichkeiten

Blickpunkt Rassismus

Rassistischem Verhalten handelnd begegnen

Rassismus kennzeichnet gesellschaftliche Normalität in Deutschland: Mehrere aktuelle Untersuchungen, europäische und internationale Berichte zur gesellschaftlichen und sozialen Lage in der BRD zeigen mit aller Deutlichkeit, dass Rassismus hier kein Randphänomen darstellt, sondern sich auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in mannigfaltiger und sich wandelnder Form manifestiert. In unserem Seminar richten wir somit den Blick auf Rassismus als ein komplexes System, das auf individueller, kultureller und struktureller Ebene der Gesellschaft wirksam ist und alle in ihr lebenden Menschen auf unterschiedliche Weise betrifft. Wir betrachten dieses System auch aus dem Blickwinkel von Menschen mit negativen Rassismuserfahrungen und erarbeiten anschließend Handlungsmöglichkeiten in einer von Rassismus geprägten Gesellschaft. Optional können Handlungsalter nativen mit Hilfe des Forumtheaters nach Augusto Boal ausprobiert werden. Hierbei wird an erlebten Situationen der Teilnehmenden gearbeitet, um insbesondere zivil-couragiertes Handeln zu trainieren. Trainingsdauer: 8 Stunden

Intensivseminar Rassismuskritik

Aufbauseminar zum Thema Rassismus

Mit diesem Seminar möchten wir insbesondere Menschen ansprechen, die sich bereits mit Rassismus als gesellschaftlichem Verhältnis beschäftigt haben. Zusammen mit den Seminarteilnehmenden nehmen wir machtvolle Form- en rassistischer Unterscheidungen in den Blick, die alle Gesellschaftsmitglieder, gleichwohl in unterschiedlicher Weise, beeinflussen und regieren, sowie sich in ihre Körper einschreiben. Wir sprechen Entstehungsmomente rassistischer Ordnungssysteme und deren Wandlungen und Kontinuitäten bis in die Gegenwart an, thematisieren verschiedene Funktionsweisen und Verankerungsebenen von Rassismus - auch und vor allem in Deutschland. Anhand von vielfältigen Produktionen der Autor*innen und Aktivist*innen of Color und auf Basis der Critical Whiteness Theory analysieren wir Wissensbestände, Kommunikations- und Handlungsmuster, die Rassismus (re-)produzieren. Wir laden die Teilnehmenden ein, sich mit der eigenen Positionierung in einer von Rassismus geprägten Gesellschaft auseinander zu setzen. Das Seminar regt dazu an, sich der Komplexität von Rassismus zu stellen, eine selbstreflexive und gesellschafts- kritische Haltung einzunehmen, um verinnerlichte Rassismen erkennen und rassistische Strukturen kritisieren, verhindern, schwächen und abbauen zu können. Trainingsdauer:

Rassismus und Sprache

In einer von Rassismus geprägten Gesellschaft ist Sprache ein wirksames Mittel zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Dominanz. Unser Alltag ist von verletzenden und herabwürdigenden rassistischen Sprechakten bzw. Textproduktionen durchsetzt, die von den Sprechenden meist als unproblematisch empfunden werden. Hinweise auf den rassistischen Gehalt dieser Äußerungen werden oft als überzogen dargestellt oder als Einschränkung des Rechts auf freie Meinungsäußerung abgewehrt. Zugleich nimmt aktuell das bewusst eingesetzte rassistische Sprechen in öffentlichen Räumen enorm zu. Somit setzt sich Rassismus durch Sprache im doppelten Sinn als ‚normal‘ durch. Im Seminar wird diese ‚Normalität‘ des rassistischen Sprechens analysiert und problematisiert. Wir thematisieren das Sprechen als soziale Praxis, die gesellschaftliche Verhältnisse artikuliert und widmen uns unter anderem folgenden Fragen:
  • Wie können rassistische Praktiken und Diskurse im Kontext von Sprach(en)-Ordnungen verstanden, irritiert und durchbrochen werden?
  • Wie ist das Sprechen über rassistisches Sprechen möglich?
  • Wie führt der Weg – jenseits ‘sprachpolizeilicher’ Restriktionen - zu einer wertschätzenden, nicht- rassistischen Sprachpraxis?
Das Angebot knüpft an bereits vorhandenes Wissen im Themenbereich Rassismus an und wird als sensibilisierende Weiterbildung empfohlen. Trainingsdauer: ein- oder mehrtägig