23. Mai 2019: Praxiswerkstatt SchulKultur

Demokratiebildung im System Schule und rassismuskritische Interventionen von Schüler*innen- , Eltern- und Lehrer*innen-Initiativen

hier alle Infos als pdf

Ort: Rathaus Dresden, Raum 3.13, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden

Zeit: 13:00 – 17:00 Uhr

Zielgruppe:
Für die Teilnahme an der Praxiswerkstatt laden wir Lehramtsstudierende, Schulpädagog*innen, migrierte Pädagog*innen, Schulleitungen und Bildungspolitiker*innen ein.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte melden Sie sich bis zum 16. Mai 2019 unter mfb[at]pokubi-sachsen.de oder telefonisch unter (0351) 850 75 162 an

Programm:

Praxiswerkstatt mit Beiträgen von:

Pädagogisches Schutzkonzept oder persönlicher Einsatz Einzelner?
Juliane Dieckmann (IN VIA Dresden e.V., Schulsozialarbeit)Gemeinsame Aufgabe von Schule und Schulsozialarbeit ist, dass Kinder und Jugendliche zu eigenverantwortlichen (§1 (5) Sächsisches Schulgesetz und  § 1 (1) SGB VIII Recht auf Erziehung, Elternverantwortung, Jugendhilfe) Menschen heranwachsen. Dieser Aufgabe stellt sich Schule tagtäglich in verschiedensten Situationen. Oft ist es vom individuellen Engagement der Lehrer*innenpersönlichkeiten und der Kooperation mit Sozialarbeiter*innen abhängig, wie intensiv das Lernen in „sozialer Gemeinschaft“ (ebd.) unabhängig vom Lehrcurriculum forciert wird. Es gibt ein großes Interesse, Klassen als kleine soziale Gemeinschaften zu begreifen und ihnen in dieser Einheit einen Lernraum für kommunikative Kompetenz und Konfliktfähigkeit zu ermöglichen. Die Methoden die PädagogInnen dabei gemeinsam entwickeln sind kreativ und vielfältig. Können Schutzkonzepte diesen wertvollen Einzelinitiativen einen Rahmen bieten?
Wie das Benennen von (rassistischer) Diskriminierung heilend wirken kann
Robert Enge (Support für Betroffene rechter und rassistischer Gewalt)In diesem Statement werden die Herausforderungen skizzieren, in der sich Kinder und Jugendliche befinden, die im Kontext Schule rassistische Gewalterfahrungen machen.
Darüber hinaus wird er – gerade angesichts des Mangels in Schule – Interventionen aufzeigen, die heilend und unterstützend wirken können.
Wie kann eine gelebte Antidiskriminierungskultur im Kontext Schule gelingen?
Sotiria Midelia (Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V.)Schule ist kein rassismusfreier Raum – was höchstproblematisch ist, weil die Schulzeit eine prägende Lebensphase ist. Anders als im Arbeitsbereich ist im Bildungsbereich die Sicherstellung eines diskriminierungsfreien Umfeldes weit weniger klar bzw. gar nicht geregelt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Welche rassismuskritischen Interventionen und Handlungsansätze gibt es, um Rassismus entgegenzuwirken? Was brauchen Schüler_innen, die von rassistischer Diskriminierung betroffen sind, an Unterstützung/-strukturen?

 

im Anschluss: Werkstatt-Arbeit
mit den Teilnehmenden mit Fokus auf pädagogische Praxis und Konsequenzen für mehr Teilhabe

 

Die Praxiswerkstatt findet im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung: „Inklusive Schule in der Migrationsgesellschaft: Handelnde Teilhabe für alle, aber wie?“ – Ringvorlesung und Praxiswerkstätten der LAG pokuBi Sachsen e. V. – Projekt »Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt« und des Zentrums für Integrationsstudien der TU Dresden (ZfI) in Kooperation mit weiteren Organisationen.

Migration – Flucht – Bildung

Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt

Das Projekt richtet sich an Dresden und verfolgt das Anliegen, (Stadt-)Bildungsarbeit auszubauen und zu stärken. In Kooperation mit unterschiedlichen Stadt(bildungs)akteuren entwickeln und realisieren wir Teilprojekte zur Einbindung von Migrant*innen als Bildungsakteur*innen, Qualifizierung von Pädagog*innen, institutionellen Öffnung von Bildungseinrichtungen und Bewusstseinsbildung über die Normalität und Bedeutung der städtischen Migration.

Unter anderem bietet unser Projekt: Vernetzung und Lobbyarbeit von geflüchteten und migrierte Pädagog*innen und Bildungsakteure in Sachsen (Netzwerk ‚Pädagog*innen für die Migrationsgesellschaft‘); Veranstaltungen mit Einbezug unterschiedlicher Stadt- und Bildungsakteure zum Austausch über Konzepte und Perspektiven an der Schnittstelle zwischen Stadt, Migration und Zugehörigkeit (Veranstaltungsreihe ‚Dresden: Migration Zugehörigkeit Bildung‘); Fortbildungen für Pädagog*innen im Kontext Schule ( ‚Schule Inklusiv‘: Fortbildungen und Praxiswerkstätte); Situationsanalyse zur Einbindung von Themen Migration, Flucht, globale Not in Curricula /Qualifizierung des pädagogischen Personals/Einbindung von Geflüchteten und Migrant*innen als Teilnehmende und Akteur*innen der Bildung.

Kontakt mfb[at]pokubi-sachsen.de Tel.: (0351) 850 75 162 Gefördert durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramm ‚Integrative Maßnahmen'. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Im Folgenden sind die Teilprojekte aufgelistet: