18.4.19: Praxiswerkstatt SchulStruktur

Programm als pdf: Praxiswerkstatt SchulStruktur

 

Ort: Rathaus Dresden, Raum 3/200, Dr.-Külz-Ring 19, 01067 Dresden

Zeit: 13:00 – 17:00 Uhr

Zielgruppe:
Für die Teilnahme an der Praxiswerkstatt laden wir Lehramtsstudierende, Schulpädagog*innen, migrierte Pädagog*innen, Schulleitungen und Bildungspolitiker*innen ein.

Die Zahl der Teilnehmenden ist begrenzt. Bitte melden Sie sich bis zum 11. April 2019 unter mfb[at]pokubi-sachsen.de oder telefonisch unter (0351) 850 75 162 an.

Programm:

Rahmenbedingungen diversitätsreflexiver Bildung im deutschen Schulsystem – Über die Bedeutung der deutschen Schulgesetze für inklusiv und diskriminierungskritisch orientierte Transformationsprozesse von Schule im Rahmen migrationsgesellschaftlicher Verhältnisse
René Breiwe (Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Bildungswissenschaften)

Im Beitrag wird diskutiert, inwiefern die deutschen Schulgesetze als Ausdruck bestehender Ordnungen und als zentrales (rechtliches) Steuerungsinstrument im föderalen Bildungssystem ein verkürztes Verständnis von Diversität aufzeigen und einen Beitrag dazu leisten, insbesondere im Rahmen migrationsgesellschaftlicher Verhältnisse Differenzordnungen hegemonial zu (re-)produzieren. Ein besonderer Blick erfolgt dabei auf inklusionsbezogene Aussagen, anhand derer die im Vortrag von Prof. Dr. Paul Mecheril aufgeworfene “Kritik der gegenwärtigen Praxis” der Inklusion diskutiert wird.
Demgegenüber werden die Notwendigkeit eines postkategorialen Antidiskriminierungsrechts sowie die Reflexion der Konstruktion sozialer Ordnungskategorien und institutioneller bzw. struktureller Herstellungsmechanismen von Ungleichheitsordnungen als Voraussetzung für Veränderungsprozesse in Richtung diskriminierungskritischer Bildung und der Partizipation Aller in den Blick genommen. Ein besonderer Fokus wird dabei im Vergleich und Abgrenzung zu anderen Schulgesetzen auf das (reformierte) sächsische Schulgesetz gerichtet.
Diskriminierungsschutz an sächsischen Schule
Sotiria Midelia (Antidiskriminierungsbüro Sachsen e. V.)

Diskriminierung an sächsischen Schulen ist Realität. Das sächsische Schulgesetz sieht keinen expliziten Diskriminierungsschutz für Schüler_innen vor. Aus Perspektive des Antidiskriminierungsbüros Sachsen braucht es ein explizites Diskriminierungsverbot im sächsischen Schulgesetz, um die rechtlichen Schutzlücken zu schließen und einen effektiven Diskriminierungsschutz im Schulgesetz etablieren zu können.
Wir wollen u.a. den Fragen nachgehen, wie wirksame Unterstützungsstrukturen für Betroffene aussehen und wie Maßnahmen im Sinne eines effektiven Diskriminierungsschutzes umgesetzt werden können.

im Anschluss: Werkstatt-Arbeit
mit den Teilnehmenden mit Fokus auf pädagogische Praxis und Konsequenzen für mehr Teilhabe

 

Die Praxiswerkstatt findet im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung: „Inklusive Schule in der Migrationsgesellschaft: Handelnde Teilhabe für alle, aber wie?“ – Ringvorlesung und Praxiswerkstätten der LAG pokuBi Sachsen e. V. – Projekt »Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt« und des Zentrums für Integrationsstudien der TU Dresden (ZfI) in Kooperation mit weiteren Organisationen.

Migration – Flucht – Bildung

Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt

Das Projekt richtet sich an Dresden und verfolgt das Anliegen, (Stadt-)Bildungsarbeit auszubauen und zu stärken. In Kooperation mit unterschiedlichen Stadt(bildungs)akteuren entwickeln und realisieren wir Teilprojekte zur Einbindung von Migrant*innen als Bildungsakteur*innen, Qualifizierung von Pädagog*innen, institutionellen Öffnung von Bildungseinrichtungen und Bewusstseinsbildung über die Normalität und Bedeutung der städtischen Migration.

Unter anderem bietet unser Projekt: Vernetzung und Lobbyarbeit von geflüchteten und migrierte Pädagog*innen und Bildungsakteure in Sachsen (Netzwerk ‚Pädagog*innen für die Migrationsgesellschaft‘); Veranstaltungen mit Einbezug unterschiedlicher Stadt- und Bildungsakteure zum Austausch über Konzepte und Perspektiven an der Schnittstelle zwischen Stadt, Migration und Zugehörigkeit (Veranstaltungsreihe ‚Dresden: Migration Zugehörigkeit Bildung‘); Fortbildungen für Pädagog*innen im Kontext Schule ( ‚Schule Inklusiv‘: Fortbildungen und Praxiswerkstätte); Situationsanalyse zur Einbindung von Themen Migration, Flucht, globale Not in Curricula /Qualifizierung des pädagogischen Personals/Einbindung von Geflüchteten und Migrant*innen als Teilnehmende und Akteur*innen der Bildung.

Kontakt mfb[at]pokubi-sachsen.de Tel.: (0351) 850 75 162 Gefördert durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramm ‚Integrative Maßnahmen'. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Im Folgenden sind die Teilprojekte aufgelistet: