Blickpunkt Dresden: Migration Zugehörigkeit Bildung – Veranstaltungsreihe

Wie alle größeren Städte in Deutschland ist Dresden eine Stadt der Migration. Als Tourismusmagnet, Technologiezentrum oder mit ihrer Exzellenzuniversität ist die Stadt in transnationale Bezüge eingebettet. Aber auch jenseits des globalisierten Standortwettbewerbs, etwa aufgrund der weltumfassenden Krisen und Not, wird Dresden durch Migration geprägt und umgestaltet. Dennoch wurde Dresden lange Zeit nicht als eine Stadt wahrgenommen und repräsentiert, für welche Erfahrungen und Dynamiken der Migration bedeutsam sind. Auch eine angemessene Thematisierung von Dresden als einer Stadt, die – in ihrer langen Geschichte und in der Gegenwart – permanent auch durch migrantische Akteur*innen geformt und verändert wird, bleibt noch aus.
Dabei prägen Prozesse und Praxen, in welchen sich Akteur*innen der Stadt unabhängig vom ihnen zugeschriebenen Status Rechte als Bürger*innen erkämpfen, aber auch zugehörig gemacht werden, nachhaltig das gesellschaftliche Selbstverständnis. Soziale Bewegungen, migrantische Selbstorganisationen und städtische Aneignungspraxen ‚von unten‘ spielen hier eine genauso wichtige Rolle wie die stadtpolitischen Agenten und die etablierten Kultur- und Bildungsinstitutionen der Stadt.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe möchten wir uns mit Dresden als Stadt der Migration aus verschiedenen Blickwinkeln auseinandersetzen. Wir laden städtische Akteur*innen – Verwaltung, Institutionen und Initiativen – zu einem Austausch über Konzepte und Perspektiven an der Schnittstelle zwischen Stadt, Migration und Zugehörigkeit ein. Es wird zum einen darum gehen, die – möglicherweise noch unsichtbaren – Prozesse, Praxen und Räume des Rechte-Nehmens und Zugehörig-Machens in Dresden und in den anderen Städten in Deutschland in den Blick zu nehmen. Zum anderen möchten wir Kollaborationen stärken, um zusammen eine vielfältige und nachhaltige, Stadt- und Akteure verändernde, auf zeitgemäße Solidarität gründende (Stadt-) Bildungsarbeit zu gestalten.

Eine Veranstaltung der LAG pokuBi in Kooperation mit weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen


Flyer (2017) zum Runterladen

 

Workshop ‘StadtLeben’ – Teil II
Datum: Mittwoch, den 18.4.18, 13.00 bis 17.30 Uhr
Ort: K9, Katharinenstraße 9, 01099 Dresden
In der Fortsetzung des Workshops „StadtLeben“ wollen wir erneut Fragen des Wohnens und der Nachbarschaft in einer Stadt der Migration nachgehen.
Zur Teilnahme an den Workshops sind erneut städtische Akteur*innen eingeladen, die sich haupt- und ehrenamtlich mit Wohnen und Nachbarschaft in Dresden auseinandersetzen und an einem Austausch über Konzepte und Perspektiven an der Schnittstelle zwischen Stadt, Migration und Zugehörigkeit interessiert sind.
Infoblatt hier runterladen
Anmeldung bis zum 13. April an: mfb[at]pokubi-sachsen.de

 

Workshop ‘StadtKunst’ – Fortsetzung
Wie trägt Kunst zu der Thematisierung von Migration, Globalität und Flucht im städtischen Raum bei?

Mit dieser Veranstaltung möchten wir zu einer Diskussion einladen, wie sich in Dresden – sowohl in öffentlichen Räumen der Stadt als auch an unterschiedlichen Orten der kulturellen Bildung – die Auseinandersetzung um Migrationsgesellschaft und Zugehörigkeit gestaltet und wie diese angemessen begleitet und gefördert werden kann.

 

Datum: Donnerstag, 26. April 2018, 13 bis 17:30 Uhr
Ort: Albertinum (Erich-Kästner-Raum) Tzschirnerplatz 2, 01067 Dresden
Anmeldung bis zum 23. April an: Sylvia.Ludwig[at]skd.museum
 

Kooperationspartner:
  • weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
  • RomaRespekt – Lokalrecherchen & Empowerment//Bundeslogo
  • Stadt Dresden – Büro der Ausländer- und Integrationsbeauftragten
  • Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden (ZfI)
  • CMC – Center for Migration, Education and Cultural Studies der Universität Oldenburg
  • Deutsches Hygienemuseum Dresden

 

Förderhinweis:
Das Projekt ‚Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt‘ wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz aus Mitteln der Richtlinie Integrative Maßnahmen.

Migration – Flucht – Bildung

Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt Das Projekt ‚Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt‘ ist im Jahr 2016 gestartet und wird durch das Programm ‚Förderung Integrativer Maßnahmen‘ der Sächsischen Landesregierung gefördert. Das Projekt richtet sich an Dresden und hat das Ziel, die Themen Migration und Flucht im Kontext globaler Zusammenhänge als Bildungsinhalte in möglichst vielen Bildungsinstitutionen der Landeshauptstadt zu etablieren. Dabei geht es sowohl darum, dass die Themen Eingang in die Bildungsarbeit (sowie in die öffentlichen (Bildungs-)Räume) finden, als auch darum, wie dies geschieht - auf welche Weise, aus welcher Perspektive, mit welchem Ziel. Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, Bildungsangebote und Bildungsinstitutionen für Migrant*innen und hier insbesondere für Geflüchtete zu öffnen. Hier geht es darum, wie Zugänge überprüft und erleichtert werden können, wie für diese Zielgruppe(n) relevante Inhalte Eingang in die Bildungsarbeit finden, welche Qualifikationen der pädagogisch Tätigen sind dabei bedeutsam und wie Migrant*innen selbst – im Sinne einer handelnden Teilhabe - als (Bildungs-)Akteur*innen eingebunden werden. Das Projekt richtet sich an Bildungsinstitutionen, politische Entscheidungsträger und zivilgesellschaftliche Kräfte in der Kommune und ist interessiert an vielfältigen Kooperationen für die Gestaltung von Teilprojekten. Projektmitarbeiterinnen: Anna Nikolenko Nora Zeising mfb@pokubi-sachsen.de Tel.: (0351) 850 75 162 Im Folgenden sind die Teilprojekte aufgelistet: