Blickpunkt Dresden: Migration Zugehörigkeit Bildung –––– Veranstaltungsreihe von September bis Dezember 2017

Blickpunkt Dresden: Migration Zugehörigkeit Bildung
Veranstaltungsreihe von September bis Dezember 2017

 

Wie alle größeren Städte in Deutschland ist Dresden eine Stadt der Migration. Als Tourismusmagnet, Technologiezentrum oder mit ihrer Exzellenzuniversität ist die Stadt in transnationale Bezüge eingebettet. Aber auch jenseits des globalisierten Standortwettbewerbs, etwa aufgrund der weltumfassenden Krisen und Not, wird Dresden durch Migration geprägt und umgestaltet. Dennoch wurde Dresden lange Zeit nicht als eine Stadt wahrgenommen und repräsentiert, für welche Erfahrungen und Dynamiken der Migration bedeutsam sind. Auch eine angemessene Thematisierung von Dresden als einer Stadt, die – in ihrer langen Geschichte und in der Gegenwart – permanent auch durch migrantische Akteur*innen geformt und verändert wird, bleibt noch aus.
Dabei prägen Prozesse und Praxen, in welchen sich Akteur*innen der Stadt unabhängig vom ihnen zugeschriebenen Status Rechte als Bürger*innen erkämpfen, aber auch zugehörig gemacht werden, nachhaltig das gesellschaftliche Selbstverständnis. Soziale Bewegungen, migrantische Selbstorganisationen und städtische Aneignungspraxen ‚von unten‘ spielen hier eine genauso wichtige Rolle wie die stadtpolitischen Agenten und die etablierten Kultur- und Bildungsinstitutionen der Stadt.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe möchten wir uns mit Dresden als Stadt der Migration aus verschiedenen Blickwinkeln auseinandersetzen. Wir laden städtische Akteur*innen – Verwaltung, Institutionen und Initiativen – zu einem Austausch über Konzepte und Perspektiven an der Schnittstelle zwischen Stadt, Migration und Zugehörigkeit ein. Es wird zum einen darum gehen, die – möglicherweise noch unsichtbaren – Prozesse, Praxen und Räume des Rechte-Nehmens und Zugehörig-Machens in Dresden und in den anderen Städten in Deutschland in den Blick zu nehmen. Zum anderen möchten wir Kollaborationen stärken, um zusammen eine vielfältige und nachhaltige, Stadt- und Akteure verändernde, auf zeitgemäße Solidarität gründende (Stadt-) Bildungsarbeit zu gestalten.


Flyer zum Runterladen

 

Freitag, 15. September 2017, 18 Uhr
Alle Menschen werden Dresdner*innen –es geht ums migrationsgesellschaftliche Ganze!

Öffentliche Auftaktveranstaltung

Ort:  Plenarsaal des Neuen Rathauses Dresden (Rathausplatz 1, Goldene Pforte).
Programm:
• Präsentationen aus dem Forschungsseminar ‚Mediale Dimensionen der Migrationsgesellschaft‘ (TU Dresden)

• Vorstellung der Workshops der Veranstaltungsreihe

• Podiumsgespräch mit:

Prof. Dr. Paul Mecheril // Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC)
Shadi Rajabi // Graduiertenkolleg ‚Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen‘
Tobias Linnemann // Graduiertenkolleg ‚Migrationsgesellschaftliche Grenzformationen‘

 



Thematische Workshops:
StadtBild Donnerstag ∙ 28. September 2017 ∙ 13–17.30 Uhr

Input: Dr. Klaus Ronneberger // Stadtsoziologe und Publizist, Frankfurt a. M.
»Leitbild ‚Weltoffene Stadt‘ zwischen Diskurs und Praxis. Zur Begrenztheit von Imagekampagnen«
Anschließend eine lokale Verortung und Werkstattberichte

 

StadtKunst Donnerstag ∙ 26. Oktober 2017 ∙ 13–17.30 Uhr

Input: Aurora Rodonò // Freie Kulturschaffende & Dozentin (Universität zu Köln)
»Die Perspektive der Migration zwischen Kunst, Theorie und Aktivismus: ‚Projekt Migration‘ (Köln, 2005) & Tribunal NSU-Komplex auflösen‘ (Köln, 2017)«
Anschließend eine lokale Verortung und Werkstattberichte

 

StadtGeschichte(n) Donnerstag ∙ 2. November 2017 ∙ 13–17.30 Uhr

Input: Prof. Dr. Iman Attia // Arbeitsbereich “Rassismus und Migration” an der Alice Salomon Hochschule Berlin
Anschließend eine lokale Verortung und Werkstattberichte

 

StadtLeben Donnerstag ∙ 7. Dezember 2017 ∙ 13–17.30 Uhr
Input: Kotti&Co – Die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor
Anschließend eine lokale Verortung und Werkstattberichte

 


 
Kooperationspartner:
• RomaRespekt – Lokalrecherchen & Empowerment//Bundeslogo
• Stadt Dresden – Büro der Ausländer- und Integrationsbeauftragten
• Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden (ZfI)
• CMC – Center for Migration, Education and Cultural Studies der Universität Oldenburg
• Deutsches Hygienemuseum Dresden

 

Förderhinweis:
Das Projekt ‚Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt‘ wird gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz aus Mitteln der Richtlinie Integrative Maßnahmen.

Migration – Flucht – Bildung

Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt Das Projekt ‚Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt‘ ist im Jahr 2016 gestartet und wird durch das Programm ‚Förderung Integrativer Maßnahmen‘ der Sächsischen Landesregierung gefördert. Das Projekt richtet sich an Dresden und hat das Ziel, die Themen Migration und Flucht im Kontext globaler Zusammenhänge als Bildungsinhalte in möglichst vielen Bildungsinstitutionen der Landeshauptstadt zu etablieren. Dabei geht es sowohl darum, dass die Themen Eingang in die Bildungsarbeit (sowie in die öffentlichen (Bildungs-)Räume) finden, als auch darum, wie dies geschieht - auf welche Weise, aus welcher Perspektive, mit welchem Ziel. Ein weiteres Ziel des Projektes ist es, Bildungsangebote und Bildungsinstitutionen für Migrant*innen und hier insbesondere für Geflüchtete zu öffnen. Hier geht es darum, wie Zugänge überprüft und erleichtert werden können, wie für diese Zielgruppe(n) relevante Inhalte Eingang in die Bildungsarbeit finden, welche Qualifikationen der pädagogisch Tätigen sind dabei bedeutsam und wie Migrant*innen selbst – im Sinne einer handelnden Teilhabe - als (Bildungs-)Akteur*innen eingebunden werden. Das Projekt richtet sich an Bildungsinstitutionen, politische Entscheidungsträger und zivilgesellschaftliche Kräfte in der Kommune und ist interessiert an vielfältigen Kooperationen für die Gestaltung von Teilprojekten. Projektmitarbeiterinnen: Anna Nikolenko Nora Zeising mfb@pokubi-sachsen.de Tel.: (0351) 850 75 162 Im Folgenden sind die Teilprojekte aufgelistet:

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Regionaler Schwerpunkt: Landkreis Bautzen

Im Rahmen einer Koordinierungsstelle, gefördert von der Stiftung Nord-Süd Brücken, bieten wir Unterstützung explizit für Menschen an, die in der Unterstützung von Geflüchteten aktiv sind: Migrant*innen und Menschen mit Fluchterfahrungen, Institutionen (Vereine, Organisationen – auch in kommunaler Trägerschaft) und ehrenamtliche Helfer*innen.

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