ab 11. März 2020: Praxiswerkstätten für Schulpädagog*innen

Inklusive Schule in der Migrationsgesellschaft: Handelnde Teilhabe für alle, aber wie?‘

Monatliche Praxiswerkstätten ab 11. März 2020

Wie sehen Schulen aus, die sich an den Verschiedenheiten der Schüler*innen orientieren, ohne sie auf bestimmte Identitäten festzulegen? Wie sehen Schulen aus, in denen sich Schüler*innen sicher sein können, dass diskriminierende Haltungen und Handlungen nicht einfach hingenommen werden? Wie sehen Schulen aus, in denen sich alle Lehrenden für alle Schüler*innen verantwortlich fühlen? Wie sehen Schulen aus, in denen alle mitmachen können? Was motiviert uns, über solche Schulen nachzudenken? Was und wie soll in diesen Schulen gelernt und vermittelt werden? Welches pädagogische Können setzen solche Schulen voraus? Wie ist es möglich, in der Situation des strukturellen Mangels das Recht auf Bildung und die würdevolle Handlungsfähigkeit aller zu gewähren? Wie können wir zusammen an der Veränderung dieser Situation arbeiten?

Diese Fragen waren zentral für die im Jahr 2019 stattgefundene Veranstaltungsreihe, die von der LAG pokuBi Sachsen e. V. und dem Zentrum für Integrationsstudien der TU Dresden durchgeführt wurde. Wissenschaftler*innen und lokale Praxisakteur*innen diskutierten über die Schule in der Migrationsgesellschaft als einen inklusiven Ort.

Dabei wurde immer wieder deutlich:

Es braucht kontinuierliche Reflexions- und Lernräume für die im Kontext Schule beteiligten Akteur*innen. Denn: Eine verantwortliche, auf handelnde Teilhabe für alle orientierte Schule ist nicht möglich ohne Pädagog*innen, die sich zu (migrations)gesellschaftlichen Realitäten stets auf den aktuellen Wissensstand bringen, zugleich die Quellen ihres Wissens kritisch hinterfragen, die Diskriminierungsverhältnisse reflektieren, ihre eigene Rolle darin begreifen und an der Schaffung angemessener Strukturen und Bedingungen mitwirken.

Einen solchen Raum möchten wir nun mit den Praxiswerkstätten schaffen, die fortlaufend im ca. monatlichen Turnus stattfinden werden. Wir laden Schulpädagog*innen, Erziehungswissenschaften/Lehramt Lehrende und Studierende, Schulleitungen, Bildungsadministrator*innen und Bildungspolitiker*innen ein, mit uns in kollegialen Austausch über die Bedingungen und Spannungsverhältnisse zu gehen, die System Schule und pädagogisches Handeln kennzeichnen. Wir wollen uns den Fragestellungen widmen, die sowohl in konkreten Interaktionen als auch in institutionellen Zusammenhängen relevant sind. Und wir wollen Orientierungen und Handlungsperspektiven für den Arbeitsalltag gewinnen und formulieren.

Die jeweiligen Praxiswerkstätten werden sowohl an bestimmten thematischen Schwerpunkten orientiert sein, als auch aktuelle Situationen behandeln, die die Teilnehmenden einbringen.

Die Praxiswerkstätten werden jeden zweiten Mittwoch des Monats angeboten.

 

Die Termine für den die erste Jahreshälfte 2020 sind:

11. März 14.00 – 17.00

8. April 14.00 – 17.00

13. Mai 14.00 – 17.00

10. Juni 14.00 – 17.00

8. Juli 14.00 – 17.00

 

Bei der Praxiswerkstatt am 11. März möchten wir uns den Unterscheidungen von Personen(gruppen) widmen, welche in schulischen Kontexten gemacht und (strukturell und sozial) wirksam werden.

Für die Teilnahme an der Praxiswerkstatt am 11. März bitten wir um die Anmeldung bis zum 4. März unter:

mfb[at]pokubi-sachsen.de

oder unter der Telefonnummer:

0351 85075162

Veranstaltungsort:

Kraftwerk Mitte 32/Trafohalle, 01067 Dresden, Seminarraum im Erdgeschoss

Der Raum ist über eine Rampe zu erreichen und verfügt über eine rollstuhlgerechte Toilette.

Wir freuen uns auf Sie!

Migration – Flucht – Bildung

Migration-Flucht-Bildung. Bildungsorte einer sich öffnenden Stadt

Das Projekt richtet sich an Dresden und verfolgt das Anliegen, (Stadt-)Bildungsarbeit auszubauen und zu stärken. In Kooperation mit unterschiedlichen Stadt(bildungs)akteuren entwickeln und realisieren wir Teilprojekte zur Einbindung von Migrant*innen als Bildungsakteur*innen, Qualifizierung von Pädagog*innen, institutionellen Öffnung von Bildungseinrichtungen und Bewusstseinsbildung über die Normalität und Bedeutung der städtischen Migration.

Unter anderem bietet unser Projekt: Vernetzung und Lobbyarbeit von geflüchteten und migrierte Pädagog*innen und Bildungsakteure in Sachsen (Netzwerk ‚Pädagog*innen für die Migrationsgesellschaft‘); Veranstaltungen mit Einbezug unterschiedlicher Stadt- und Bildungsakteure zum Austausch über Konzepte und Perspektiven an der Schnittstelle zwischen Stadt, Migration und Zugehörigkeit (Veranstaltungsreihe ‚Dresden: Migration Zugehörigkeit Bildung‘); Fortbildungen für Pädagog*innen im Kontext Schule ( ‚Schule Inklusiv‘: Fortbildungen und Praxiswerkstätte); Situationsanalyse zur Einbindung von Themen Migration, Flucht, globale Not in Curricula /Qualifizierung des pädagogischen Personals/Einbindung von Geflüchteten und Migrant*innen als Teilnehmende und Akteur*innen der Bildung.

Kontakt mfb[at]pokubi-sachsen.de Tel.: (0351) 850 75 162 Gefördert durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramm ‚Integrative Maßnahmen'. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. gefördert durch: Im Folgenden sind die Teilprojekte aufgelistet: