Partizipation Ermöglichen

Partizipation ermöglichen – institutionelle Veränderungen begleiten
2018 – 2020
Bei dem im Jahr 2018 begonnenen, auf eine Laufzeit von 3 Jahren angelegten Projekt “Partizipation ermögli­chen – Institutionelle Veränderungen begleiten”1 greifen wir auf die Erfahrungen und Erkenntnisse aus ei­nem gleichnamigen, im Jahr 2017 durchgeführten Projekt zurück.Mit dem geplanten Projekt möchten wir einen Beitrag leisten, die gesellschaftliche Partizipation von Men­schen, die nach Sachsen migriert sind bzw. hier nicht als Angehörige der Mehrheitsgesellschaft angesehen werden, zu unterstützen. Dies geschieht durch die Initiierung und Begleitung von institutionellen
Öffnungsprozessen in kooperierenden öffentlichen Einrichtungen. Prozesse der Organisationsentwicklung werden durch Beratungs- und Schulungsangebote für die dort tätigen Fachkräfte auf der Basis diskriminie­rungssensibler, rassismuskritischer und migrationspädagogischer Ansätze flankiert.Gleichzeitig werden Fachaustausch und Fortbildungen zur Vernetzung und Professionalisierung der im Be­reich der migrationsgesellschaftlichen Öffnung tätigen Organisationen angeboten

Was ist Migrationsgesellschaftliche Öffnung?
Migrationsgesellschaftliche Öffnung hat das Ziel, die Inanspruchnahme der von der jeweiligen Institution angebotenen Leistungen auch den Zielgruppen zu ermöglichen, die an diesen bisher nicht oder nicht in an­gemessener Weise partizipieren konnten. Anders, als es beispielsweise unter dem Titel ‘Interkulturelle Öff­nung’ firmierende Ansätze nahe legen, richtet sich das Augenmerk dabei nicht nur auf die Anerkennung und Berücksichtigung bestimmter kultureller Aspekte.  Vielmehr bildet die Betrachtung der Gesamtheit der Ausschluss- und Ungleichheitsverhältnisse in der Migrationsgesellschaft die Grundlage, die eigene Organisationsstruktur und -kultur machtkritisch und reflexiv zu betrachten. Hierbei ist ein Schwerpunkt, verschiedene Lebensrealitäten und -umstände, welche aus den Ungleichverhältnissen resultieren, wahrzunehmen und in der eigenen Organisationsstruktur und -kultur zu beachten.

Migrationsgesellschaftliche Öffnung meint einen langfristigen Prozess, in dem kurz-, mittel- und langfristige Ziele und daraus resultierende Maßnahmen erarbeitet werden. Eine stetige Zielüberprüfung unterstützt die Umsetzung der geplanten Maßnahmen.

Was beinhaltet unser Projekt?

Im Projektzeitraum werden wir Organisationen bzw. Einrichtungen in Sachsen auf dem Wege der migrationsgesellschaftlichen Öffnung begleiten. Formate sind dabei

  • Systemische Prozessbegleitung
  • Fortbildungen
  • Hospitationen
  • Fachberatung und Praxissupport
  • Vernetzung und Fachaustausch

Hier finden Sie unsere ausführliche Projektbeschreibung.

Sie haben Fragen oder Interesse an einer Begleitung Ihrer Organisation? Melden Sie sich bei und unter:

partizipation[at]pokubi-sachsen.de

Derzeit haben wir eine Stelle als Projektkoordination im Projekt ausgeschrieben. Die Ausschreibung finden Sie hier.

Gefördert durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Landesprogramm ‚Integrative Maßnahmen‘.