Migration

blablabla

Deutschland als Migrationsgesellschaft

Perspektiven für professionelles Handeln

Migration kennzeichnet und verändert die gesellschaftliche Realität in Deutschland in vielfältiger Weise: Lebensweisen, Biographien und Sprachen finden Eingang, bringen gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen in Bewegung und lassen neue Welt- und Selbstverständnisse entstehen. Fragen der Zugehörigkeit und Fremdheit, des Umgangs mit Differenz, Ungleichheit und Ausgrenzung werden neu gestellt. Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Leben in einer Migrationsgesellschaft für soziales und professionelles Handeln? Wie können Migrationsphänomene in ihrer Komplexität verstanden und ihnen in der Praxis Rechnung getragen werden? Wie können die spezifischen Ausprägungen der Migrationsgesellschaft in den neuen Bundesländern eine angemessene Berücksichtigung finden? Das Seminar widmet sich diesen Fragen, thematisiert historisch-gesellschaftliche Umgangsformen mit Migration in Deutschland und setzt sich mit wirksamen Zugehörigkeitsordnungen und machtvollen Strukturen des Unterscheidens auseinander. An Erfahrungsberichte und Praxisbeispiele anknüpfend, erarbeiten wir mit den Teilnehmenden Beziehungs- und Handlungsgrundsätze, die uns Orientierung im Umgang mit migrationsbedingter Pluralität ermöglichen. Trainingsdauer: 2-3 Tage

Migrationsbedingte Pluralität in pädagogischen Arbeitsfeldern

Seit langem kennzeichnet Migration die gesellschaftliche Realität in Deutschland und verändert diese in entscheidender Weise. Durch Migration angezeigte Phänomene der Vervielfältigung von Lebensweisen, Biographien und Sprachen bringen gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen in Bewegung und lassen neue Welt- und Selbstverständnisse entstehen. Aber auch Fragen der Zugehörigkeit und Fremdheit, des Umgangs mit Differenz, Ungleichheit und Ausgrenzung werden neu gestellt. Pädagogisch Tätige und mit pädagogischen Aufgaben beauftragte Institutionen stehen in besonderer Verantwortung, der migrationsbedingten Pluralität gerecht zu werden. Allerdings verfügen nur wenige Institutionen in Sachsen über Erfahrungen und noch weniger über ausgereifte Konzepte für den angemessenen professionellen Umgang mit migrationsbedingter Pluralität. Unser Seminar verbindet die Vermittlung von Wissen über historisch- gesellschaftliche Umgangsformen mit Migration in Deutschland und die kritische Auseinandersetzung mit unterschiedlichen pädagogischen Ansätzen mit Überlegungen zu notwendigen Veränderungen. Die pädagogische Haltung der Pädagog*innen wird ebenso thematisiert wie die Bedingungen für migrationsgesellschaftliche Öffnung von Institutionen. Wir stellen die migrationspädagogische Perspektive vor und geben Anregungen, was die einzelnen Einrichtungen und was Pädagog*innen tun können, um in ihrer spezifischen Situation handlungsfähig zu sein. Trainingsdauer 2-4 Tage

Reflektiertes Engagement in der Arbeit mit Geflüchteten in Haupt- und Ehrenamt

Das Ansteigen der Zahl von Menschen, die aufgrund der geopolitischen Situation auch in Deutschland Schutz suchen, wird von heftigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen begleitet. Massiver Ablehnung und Abwehr auf der einen Seite stehen Solidarität und Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung auf der anderen Seite gegenüber. An vielen Orten in Sachsen sind Initiativen und Netzwerke entstanden, die eine Willkommenskultur etablieren und sich auf vielfältige Weise für Geflüchtete engagieren (wollen). Dennoch geht sowohl professionelle sozialpädagogische als auch ehren- amtliche Arbeit mit Geflüchteten mit vielen Herausforderungen oder sogar Zumutungen einher und erfordert ein hohes Maß an Sensibilität, Wissen und Selbstreflexion. Unsere Fortbildung richtet sich an Personen und Initiativen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren (wollen). Neben der Vermittlung grundlegender Kenntnisse zur rechtlichen und sozialen Situation von Geflüchteten geht es darum, einen Austausch- und Reflexionsraum zu schaffen, in dem verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung und Solidarisierung diskutiert werden. Schwerpunkt ist dabei die Besprechung konkreter Situationen und die Auseinandersetzung mit der persönlichen Motivation, Erwartung und Haltung, sowie mit eigenen und strukturellen Ressourcen und Grenzen. Trainingsdauer: 1,5-3 Tage