aktuelle Termine

Hier befinden sich die aktuellen Ankündigungen für Seminare, zu denen Sie sich anmelden können:

Migrationsgesellschaftliche Öffnung
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Praxisreflexion und kollegialer Austausch zum Fachtag „Diversität (kennen) lernen“

Wann: 19.11.2018; 10 – 17 Uhr

Wo: Kulturwerkstatt KAOS Wasserstr. 18,04177 Leipzig

Referent: Nenad Čupić

Teilnahmebeitrag: Verdienende: 20 Euro, 
Nicht-Verdienende: 10 Euro

Verpflegung: Getränke und eine vegane Mittagsversorgung werden bereit gestellt.

Anmeldung unter:  partizipation@pokubi-sachsen.de


Migrationsgesellschaftliche Öffnung stellt einen Ansatz dar, Menschen mit verschiedenen Hintergründen und Diskriminierungserfahrungen die Teilhabe an einer Gesellschaft zu ermöglichen und zu erleichtern. Basierend auf einem rassismuskritischen und diskrimi-nierungssensiblen Ansatz wird analysiert, wie das eigene Verhalten dazu beitragen kann, dass Barrieren verringert und Partizipation ermöglicht werden. In der Fachtagung „Diversität (kennen) lernen – Auf dem Weg zur diskriminierungssensiblen und partizipativen Organi-sation“ am 22. Oktober 2018 wurden verschiedene inhaltliche Zugänge zum Themenbereich der migrationsgesellschaftlichen Öffnung vorgestellt. Anschließend daran soll die Praxisreflexion einen Rahmen bieten, um Ideen und Vorhaben der vorangegangenen Fach-tagung zu reflektieren und erste Schritte praktisch anzugehen. Mögliche Fragen könnten dabei sein: Wie kann ich Öffnungsprozesse in meiner Organisation anstoßen? Was ist mir gut gelungen? Wo stoße ich an Grenzen? Wie genau kann ich das Gelernte umsetzen und wer kann mich dabei unterstützen? Wie sieht ein Bezug zu meinem spezifischen Arbeitsfeld aus?

Inhalte
In der Praxisreflexion steht der kollegiale Austausch zu Herausforderungen und Strategien diskriminierungssensibler Öffnungsprozesse im Mittelpunkt. Den Ausgangspunkt dafür sollen das Wissen und die individuellen, organisationsspezifischen Erfahrungshorizonte der Teil-nehmenden bilden. Die Teilnehmenden können dabei konkrete Fälle einbringen, in denen sie sich kollegiale Beratung wünschen oder ihre eigene Organisationen vorstellen, um in Kleingruppen gemeinsame Organisationsanalysen vorzunehmen.


Zielgruppe
Der Fachtag richtet sich neben den Teilnehmenden der Fachtagung „Diversität (kennen) lernen – Auf dem Weg zur diskriminierungssensiblen und partizipativen Organisation“ auch an Menschen, die ihre Organisation oder deren Angebote für alle Menschen der Gesellschaft nutzbar und zugänglich machen möchten. Angesprochen fühlen können sich darüber hinaus Ehrenamtliche, die sich in ihrer Arbeit für die Integration von Menschen mit Flucht- und/oder Migrationserfahrung engagieren sowie an interessierte Einzelpersonen.

Referent:
Die Moderation und inhaltliche Gestaltung übernimmt Nenad Čupić.
Er ist freiberuflicher, migrationsanderer Trainer, Berater und Prozessbegleiter in der rassismuskritischen, diversitäts-bewussten und diskriminierungssensiblen Bildungs-, Vereins- und Projektarbeit.

 


Migrationsgesellschaftliche Öffnung – Institutionelle Veränderungen nachhaltig gestalten

– Weiterbildung –

Termine: 27.+ 28.11.2018, 10-17 Uhr und 16.01.2019, 10-17 Uhr

Ort: Kulturwerkstatt KAOS Wasserstr. 18 04177 Leipzig

Kosten: 150 € – Verdienende, 50 € – Nicht-Verdienende

Übernachtung: Wenn Sie eine Übernachtungsmöglichkeit in Leipzig benötigen, wenden Sie sich bitte an uns.

Anmeldung: Bitte melden Sie sich bei Interesse per E-Mail (ggf. unter Angabe der In- stitution). Anmeldeschluss ist der 15.11.2018.

Barrieren: Bitte schreiben Sie uns, was wir tun können, um Ihre Teilnahme zu ermög- lichen. Wir sind interessiert daran, eine gemeinsame Lösung zu finden. Bei Bedarf or- ganisieren wir gerne eine Sprachmittlung oder Kinderbetreuung.

Referent*innen: Kerstin Knye & Ana-Cara Methmann


Thema:

Seit der Mitte des 20. Jahrhunderts kann Deutschland als eine Migrationsgesellschaft bezeichnet werden, in das gesellschaftliche Bewusstsein rückt diese Tatsache aller- dings erst zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Durch Migration verändert sich eine Ge- sellschaft, es entstehen neue Dynamiken und Herausforderungen. Daraus ergibt sich die Aufgabe, migrationsgesellschaftliche Vielfalt auf allen Ebenen der Gesellschaft mitzudenken, um allen Menschen – unabhängig ihrer Herkunft oder anderer Merkma- le – die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Das Konzept der Migrationsge- sellschaftlichen Öffnung bietet alternative Handlungs- und Denkmöglichkeiten zur bis- herigen gesellschaftlichen Unterscheidung von Menschen, die dazugehören und Menschen, die dazugekommen sind. Migrationsgesellschaftliche Öffnung grenzt sich klar von der Idee der interkulturellen Öffnung ab, indem der Startpunkt für Verände- rung in der Reflexion der eigenen Rolle besteht. Zentraler Bestandteil ist darüber hin- aus die Sensibilisierung für Diskriminierung mit dem Ziel von Handlungsmöglichkei- ten, um gesellschaftliche Machtungleichgewichte zu verändern.

Inhalt:

In der Weiterbildung der Landesarbeitsgemeinschaft politisch-kulturelle Bildung Sach- sen e.V. werden gesellschaftliche Diskriminierungsstrukturen betrachtet und der An- satz der Migrationsgesellschaftlichen Öffnung umfassend vorgestellt. Es werden Gründe erarbeitet, wieso diversitätssensible Organisationsentwicklung benötigt wird und wer letztlich davon einen Nutzen trägt. Basierend darauf wird der aktuelle Ist-Zu- stand in der eigenen Organisation oder Initiative analysiert, sowie mögliche bestehen- de Zugangsbarrieren von Menschen mit Migrations- und/oder Fluchterfahrung her- ausgearbeitet. Der zweite Teil der Weiterbildung ist praktisch auf das eigene Arbeits- feld ausgerichtet – hierbei besteht Raum dafür, konkrete Handlungsperspektiven für die Öffnung der eigenen Organisation zu entwickeln.

Zielgruppe:

Die Weiterbildung richtet sich an alle Unternehmen, Initiativen und Organisationen, die ihre Angebote für Menschen mit Rassismus- und anderen Diskriminierungserfahrun- gen nutzbar machen wollen. Sie richtet sich ebenso an Menschen, die sich ehrenamt- lich in der Arbeit mit Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrung engagieren. Au- ßerdem richtet sie sich an interessierte Einzelpersonen.

 

 

 

Die Veranstlaltung wird gefördert mit den Mitteln des Aktionsfonds der Stadt Leipzig und durch den Freistaat Sachsen